KSV „ärgert“ SV Warnemünde

Am letzten Spieltag im Jahr 2013 gastierte der Tabellenführer aus Warnemünde in der Schusterstadt. Die Gäste sind mit dem Ziel „Aufstieg“ in die Saison gegangen und wollten die Tabellenspitze natürlich auch in Kröpelin verteidigen.

Es traf die beste Offensive der Liga /Warnemünde mit 44 Toren) auf die beste Defensive der Liga (Kröpelin, 11).

den SV Warnemünde

Nach einem turbulenten Spiel, welches insbesondere in Halbzeit 2 fahrt aufnahm, trennten sich beide Teams Leistungsgerecht 2:2.

In Halbzeit 1 agierte der KSV zu ängstlich. Die Spieler schienen doch gehörigen Respekt zu zeigen, anders sind die vielen kleinen Fehler nicht zu erklären. Wie so oft überließen die Kröpeliner dem Gegner das Spielfeld. Der KSV stand kompakt, verschob sich gut. Warnemünde spielte den Ball geduldig in der Abwehr in den eigenen Reihen, um dann den langen Ball in die Tiefe zu spielen. Ein ums andere Mal wurde es brenzlig, aber Topstürmer Telemann war bei Sebastian Mönk „in guten Händen“.

Bereitete das 1:1 vor und verwandelte den Elfmeter zum 2:2 eiskalt: Florian Thielert (l)

Bereitete das 1:1 vor und verwandelte den Elfmeter zum 2:2 eiskalt: Florian Thielert (l)

So war es ein Fehlpass der das 1:0 für die Gäste einleitete: Nach dem Ballverlust ging es schnell, ein Gästespieler setzte sich auf der linken Seite durch, flankt in den Strafraum und am langen Eck vollendete Eric Neubert sehenswert zu Führung. (21.)

Wie würde der KSV reagieren? Kurz erinnerte das Szenario an alte Zeiten, als die Köpfe nach dem Treffer runtergingen. Nur das warum erschien für Coach Hausburg unverständlich, denn es waren noch 70 Minuten zu spielen.

Und so kam der KSV zu ersten richtigen Möglichkeit in der 35. Minute, als Beyer knapp an einem Thielert-Freistoss vorbeiflog.

Der SV W blieb weiterhin spielbestimmend, konnte sich jedoch auch keine richtige Chance mehr erarbeiten. Keeper Krieg musste bis zum Pausenpfiff lediglich eine Ecke abwehren, blieb wie sein Gegenüber meistens beschäftigungslos.

So blieb es also beim 0:1 zur Halbzeit.

Wenn der KSV noch etwas holen wollte, musste das Engagement und der Einsatz sowie Laufbereitschaft erhöht werden.

In der 48. Minute erhielt der KSV einen Freistoß. Dieser schien zuerst verunglückt durch Thielert ausgeführt zu werden, jedoch senkte sich der Ball tückisch in Richtung Lattenkreuz, der Keeper der Gäste kann den Ball nicht entscheidend klären und Beyer staubte in Torjägermanier zum 1:1 ab.

Besser hätte die 2. Hälfte nicht beginnen können. Der KSV nun in der Partie und die wurde nun rassig. Verbissene, aber nie unfair geführte Zweikämpfe auf beiden Seiten bestimmten nun die Partie. Die Gäste schienen sich aber mehr und mehr vom Unpartiischen Benachteiligt und beschäftigten sich mehr und mehr mit diesem. Dadurch verloren sie ihr spielerische Linie und gaben das Spiel aus der Hand.

Allerdings gingen die Gäste in der 58. Minute wieder in Führung. Einen Einwurf verlängerte Hannes Frehse unglücklich und Lars Grünberg sagte am langen Pfosten „Danke“ und ließ Keeper Krieg keine Chance.

Aber der KSV kam schon einmal zurück, warum sollte es nicht ein zweites Mal gelingen. Anstoß, langer Ball von Hausburg auf Beyer, dieser setzt sich gegen 2 Gästespieler durch, spielt den Ball am Torwart vorbei und wird gefoult. Elfmeter. Klar wollte Beyer diesen, er wäre an den Ball vielleicht nicht mehr herangekommen, aber es blieb dem Schiedsrichter keine andere Wahl. So einen Elfmeter holt jeder Stürmer raus. Youngster Florian Thielert schnappte sich das Leder. Bevor er diesen jedoch ausführen konnte, vergingen noch Minuten, denn der Gästetorwart wurde mit gelb-rot des Feldes verwiesen. Doch Thielert behielt die Nerven und versenkte das Leder eiskalt.

Warnemünde nun mit einem Mann weniger und bewerte jeder Aktion. So brachten sie sich immer weiter aus dem Konzept und verloren den spielerischen Faden komplett.

Der KSV mit einem Mann mehr öffnete die Defensive jedoch nicht mehr als vorher, sondern sagte sich „Lieber den Spatz in die Hand, als die Taube auf dem Dach“. Mit dem Punkt war man zufrieden und versuchte weiter über Konter zum Erfolg zu kommen. Nach einer Wähnke-Ecke dann fast die Führung, doch Leipachers Flugkopfball verfehlte das Tor knapp.

Warnemünde wollte den Sieg und der KSV kam zu Kontermöglichkeiten. Diese wurden jedoch oftmals wegen Abseitsstellung abgepfiffen, nicht immer aus der Sicht der Kröpeliner korrekt, so zum Beispiel ein Tor von Leipacher. Allerdings muss man den Kröpelinern hier große Disziplin zusprechen, kommentierten die Entscheidungen kaum.

So blieb es dann in der rassigen Partie beim 2:2. Ein Punkt, mit dem der KSV gut leben kann. Von 21 möglichen Heimpunkten holte der Kröpeliner SV 16. Ein sehr guter Wert.

Nach 8 Spieltagen auf dem 7. Platz verbesserten sich die Schusterstädter auf den 6. Platz mit 21 Punkten. Weiterhin hat der KSV zusammen mit dem PSV Rostock die beste Defensive der Liga (13 Gegentore).

Die KSV-Kicker können stolz auf das erreichte sein, denn das wichtigste: Man geht mit 11 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze in die Rückrunde, denn das Ziel, Klassenerhalt, wird nicht korrigiert so lange die 30 Punkte nicht erreicht sind.

Jetzt aber genießen wir erst mal die Winterpause, in derer sich auch die verletzten und angeschlagenen Spieler regenerieren können um dann am 15.03.2014 auf den Punkt wieder fit zu sein.

Der Kröpeliner SV wünscht allen Teams eine besinnliche Vorweihnachtszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2014. Weiterhin bedanken wir uns bei allen ehrenamtlichen Helfern und den Zuschauern für die Unterstützung. Ich denke wir als Team haben in der Hinrunde eine Menge zurückgegeben. Der KSV wird wahrgenommen in der Liga, auch wenn unsere Ziele andere sind.

Kröpelin mit: Krieg – Mönk (V), Blödorn, Frehse (V) – Hausburg, Schimnick (V) – Wähnke, Beyer (V), Thielert (83. Schäfer) – Schulz (68. Gehrmann), Leipacher (V)

Tore:

0:1 Neubert (21.)

1:1 Beyer (48.)

1:2 Grünberg (58.)

2:2 Thielert (62.)

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