I. Männer: Mit „Notelf“ deutlich unterlegen

Höniger, Schümann, Blödorn, Beyer, Kords, Rönnfeldt, Rectenwald, Sager, Hausburg…das ist nicht die Aufstellung des KSV am Nachholspiel des 15. Spieltag gegen Arminia Rostock, sondern die Ausfalliste. An diesem Maifeiertag kam wirklich alles zusammen für die KSV-Truppe, was so an Ausfällen passieren kann.

Wohl dem der auf eine II. Männermannschaft zurückgreifen kann und auf den sowieso immer spielbereiten Frank Trost aus der ü35.

Allerdings ist die Hypothek natürlich groß, und gerade in diesem wichtigen Spiel sehr ärgerlich.

So war der KSV auch auf Sicherung der eigenen Defensive aus und die Arminen aus Rostock übernahmen sofort das Heft des Handelns in die Hand.

Der KSV bekam kaum Zugriff auf das Spiel. Es wurde nicht in die Zweikämpfe gegangen und das Loch zwischen Abwehr und Mittelfeld war ab der 1. Minute einfach zu groß. Trotz Doppelsechs kamen hier die Arminen immer wieder zu gefährlichen Aktionen.

Was man dem Gastgeber nur vorwerfen muss ist die mangelnde Chancenverwertung bzw. aus dem Übergewicht sich Chancen herauszuspielen.

In den gesamten 45 Minuten kam der KSV nicht zu einer gefährlichen Aktion im Strafraum der Rostocker. Allerdings kämpfen alle defensiv sehr gut, zeigten Einsatz und den Willen, sich nicht kampflos zu ergeben.

Glück hatte der KSV, das in der 30. Minute der Elfmeterpfiff ausblieb und die direkte Folgeaktion von Keeper Krieg bravurös gehalten wurde.

Allgemein hätten die Mühlenstädter sich nicht über ein 0:2 beschweren können, aber als die Schiedsrichterin Kathleen Dahms nach 45 Minuten zur Halbzeit pfiff, stand es 0:0. Ein Wermutstropfen mussten die Kröpeliner noch vor der Pause hinnehmen, als Frank Trost verletzt ausgewechselt werden musste.

Die Hälfte der Zeit war also „geschafft“ und man war dem Ziel, einen Punkt in diesem Kellerduell mitzunehmen, ein Stück näher.

Allerdings war man in der 50. Minute diesem Ziel ein ganz weites Stück entfernter. Nach einem schönen Pass in die Schnittstelle erzielte Goronzy (wohl aus leicht abseitsverdächtiger Position) das längst überfällige 1:0 für den Gastgeber.

Der KSV beeindruckt, aber nicht am aufgeben. Immer wieder wurde sich untereinander motiviert, aber man erkannte die Überlegenheit des Gegners an. Trotzdem gab sich der KSV nicht auf, versuchte den Ausgleich zu erzielen.

In der 65. Minute wurden dann aber die kühnsten Optimisten (zu denen auch Coach Hausburg gehörte) in die Relaität geholt. Nachdem Lange vorher am Pfosten scheiterte, saß der zweite gefährliche Standard, als Herber per Kopf vollendete. Der Ball wäre wohl auch direkt in den Kasten gegangen.

Nun hieß es Schadensbegrenzung zu betreiben, nicht auseinander fallen und das Spiel ordentlich runter zu bringen. Und so trat der KSV auf. Es wurde sich nicht untereinander angemeckert, sondern man erkannte an, das Arminia einfach eine Nummer zu groß war am heutigen Tage. So klingelte es in der 77. Minute nach schöner Kombination zum 3. Mal im KSV-Gehäuse.

Danach ließen die Arminen es dann etwas ruhiger angehen und der KSV kam nun auch zu einigen wenigen Möglichkeiten. Die größte hatte der eingewechselte Thielert nach einem Freistoß, aber der Torwartfehler wurde auf der Linie geklärt.

So blieb es bei dem auch in der Höhe verdienten Sieg für die wie immer sehr fair agierenden Gastgeber und der KSV ist wieder mittendrin im Abstiegskampf.

Den Spielern ist absolut überhaupt nichts vorzuwerfen. Alle rieben sich auf, mussten sich der Spielstärke des Gastgebers geschlagen gegeben.

Die Punkte für den Klassenerhalt müssen halt anderswo geholt werden, in der Hoffnung, dass die personelle Situation sich schnell entspannt, sonst kann das Horroszenario „Kreisoberliga“ schnell Realität werden in der Schusterstadt.

Torfolge:

0:1 Goronzy (55.)

0:2 Herber (65.)

0:3 Hahn (77.)

Der KSV mit: Krieg – Trost (43. Koch), Mönk, Frehse, Hermann, Thielert, Schimnick (V), Wähnke, Gehrmann, Michel (46. Schulz), Schäfer

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