Wichtiger Sieg des KSV – Beyer schießt goldenes Tor

Nach genau 5 Wochen erwzungener Punktspielpause rollte der Ball endlich auch wieder beim KSV. Am 18. Spieltag gastierte der SV Warnemünde in der Schusterstadt, der in der gleichen Zeit 2 Spiele mehr austragen konnte.

Und genau da lag das Problem des KSV. Wo steht das Team nach dem Auftaktsieg gegen Bentwisch?

Klar war, dass die Punkte gegen den Abstieg gerade in der heimischen Arena eingefahren werden mussten. Doch kampflos würde der Gast, der bisher 2 Siege und 1 Niederlage in der Rückrunde aufweisen konnte, die Punkte natürlich nicht in Kröpelin lassen.

KSV-Trainer Hausburg konnte bis auf Rectenwald und die Langzeitverletzten Blödorn und Knüppel sowie den gesundheitlich angeschlagenen Wähnke auf den gesamten Kader zurückgreifen, eine eher seltene Konstellation im bisherigen Saisonverlauf.

Auf dem tiefen Boden entwickelte sich von Anfang eine kampfbetonte, aber faire Partie. Die Szenen spielten sich meist zwischen den Strafräumen ab. Die Gäste schlugen dabei die technisch feinere Klinge und hatten mehr Ballbesitz, konnten daraus jedoch kaum Kapital schlagen. Der KSV hielt mit Kampf und Einsatz dagegen. Tormöglichkeiten waren dabei äußerste Mangelware. Die sich in der Entstehung gebenden Chancen wurden zu leichtfertig auf beiden Seiten verspielt und der Platz tat sein übriges dazu.

Beide Torhüter mussten bis zu dem Zeitpunkt nicht gravierend eingreifen, um ihr Team vor einem Rückstand zu bewahren. Glück hatten die Schusterstädter, als ein Schuss aus kurzer Distanz an die Hand von Schümann im Strafraum sprang (30.). Auch wenn Unabsichtlich, über einen Pfiff hätte sich keiner beschweren dürfen.

Auf der anderen Seite wurde Beyer nach schönem Zuspiel zu Unrecht wegen Abseitsstellung zurückgepfiffen.

So blieb es beim Gerechten, aber trostlosem 0:0. Dies war Hausburg aber egal, denn im Abstiegskampf zählen nur Punkte.

 

Umso wichtiger war das Auftreten nach dem Wechsel. Verschlief man die ersten 15 Minuten gegen Bentwisch, war es gegen Warnemünde genau andersrum. Einen hohen Ball von Mönk verlängerte Rönnfeldt in der 47. Minute auf Beyer und dieser setze sich gekonnt gegen seinen Gegner durch und überlupfte den Keeper zur Führung.

Dieses Tor änderte jedoch kaum etwas am vorherigen Spielverlauf. Der KSV kämpfte um jeden Ball verbissen, produzierte dadurch jedoch Freistöße aus gefährlichen Distanzen. Diese konnte der SVW jedoch nicht nutzen, denn Krieg im Kasten des KSV machte einen sehr sicheren, souveränen Eindruck.

Der KSV hatte in Halbzeit zwei wenige, aber die besseren Möglichkeiten. Höniger war frei durch, jedoch zu uneigennützig, legte den Ball quer auf Frehse, der Keeper der Gäste rettete (70.), ebenso als Schimnick Hausburg schickte und dieser auf Kords quer legen wollte (87.). Hier wären jeweils eigene Abschlüsse die richtige Entscheidung gewesen.

Die Gäste hingegen verbuchten kaum eine nennenswerte Chance. Die Defensvreihe um Mönk, Frehse, Hermann und Höniger wurde von einem sicher agierenden Trost hervorragend dirigiert. Johannisson machte auf rechts dicht, Schimnick sicherte die linke Mittelfeldseite ab. Vorne störten Rönnfeldt und Gehrmann immer wieder den Spielaufbau und Torschütze Beyer spulte Meter um Meter ab.

Das gesamte Team funktionierte und kämpfte für den Erfolg. Eine Schrecksekunde gab es noch, als Keeper Krieg in der 92. Minute außerhalb des 5er retten musste und die folgende Aktion einen brenzligen Zweikampf im 16er hervorrief. Jedoch wurde ein Foulspiel am Torwart erkannt und es war die letzte Aktion. Riesenerleichterung beim KSV, denn die Punkte waren enorm wichtig. Wie der Sieg zu Stand kam, verdient, unverdient ist Coach Hausburg vollkommen egal. Der KSV holte nun bereits nach 2 Spielen mehr Punkte in den Heimspielen als in der gesamten Rückrunde. Den Spielern scheint es bewusst zu sein, das es um die Existenz in der Landesklasse geht.

Torfolge: 1:0 Beyer (47. / Rönnfeldt/Mönk)

Der KSV mit: Krieg – Frehse, Trost, Mönk, Höniger (C), Schümann (46. Hermann), Johannisson, Beyer (73. Kords), Schimnick, Gehrmann (V), Rönnfeldt (73. Hausburg)

Kader: Wähnke, Sager

Zuschauer: 70

Schiedsrichter: Jens Blumberg, Helmmut Böseke, Andreas Peters

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