Auftaktsieg über Aufsteiger Kritzmow

Im 4. Anlauf klappte es endlich, der KSV gewann zum ersten Mal seit dem Abstieg in die Landesklasse das Saisonauftaktspiel. Allerdings war dies gegen den spielstarken Aufsteiger aus Kritzmow ein hartes Stück Arbeit.

Schon nach 4 Minuten nutze Florian Thielert einen Wähnke-Paß nach schönem Lupfer zur Führung.

Es begann also traumhaft für den Gastgeber. Allerdings entmutigte dieser Treffer den Gast keineswegs.

Mehr und mehr kam dieser in die Partie und übernahm das Heft des Handelns.

Die Duelle spielten sich zwar fast ausschließlich zwischen den Strafräumen ab, aber defensiv verrichtete der KSV-Verbund Schwerstarbeit.

Es wurde im Mittelfeld nicht richtig zugegriffen, die Zweikämpfe wurden verloren, der Gast immer einen Tick gedankenschneller.

Auch wurden eroberte Bälle sofort wieder her geschenkt. Insbesondere bei Standards waren die Rand-Rostocker enorm gefährlich. Einen dieser Standards führte dann zum Ausgleich. Konfusion im KSV-Strafraum, der Ball wurde nicht aus der Gefahrenzone gebracht und der Schuß durch Kapitän Aul (23. Min) an den Innenpfosten war unhaltbar für Krieg.

Auch danach blieb der FSV am Drücker, versäumte jedoch (noch) das zweite Tor nachzulegen. Die Stürmer des FSV machten mächtig Druck, Batke und Schimnick hatten so ihre Probleme.

Aber auch der KSV kam zu Möglichkeiten, wenn schnell gespielt wurde.

Allerdings auch hier nur bis zum Strafraum. Auffällig war, dass die Kröpeliner im Mittelfeld viele Kopfbälle gewannen, ohne dadurch jedoch Kapital schlagen zu können.

Dann in der 40. Minute Schrecksekunde für den KSV. In einem Zweikampf knickte Schimnick um und durch den sofort anschwellenden Knöchel war ein Weiterspielen natürlich undenkbar.

Für ihn kam Blödorn ins Spiel.

Bis zur Halbzeit passierte auch nichts mehr und es ging mit dem Remis in die Kabinen.

Dort wurden die Fehler in der Verteidigung des GESAMTEN Teams angesprochen, aber auch die positiven Dinge.

In Halbzeit Zwei war das Spiel nun wieder ausgeglichener. Torchancen jedoch weiterhin Mangelware. Der Ball war viel im aus und auch Zweikämpfe wurden häufig abgepfiffen, so das kaum ein Spielfluß zustande kam.

In der 60. Minute dann die überraschende Führung für den KSV: Einen Schümann-Abstoß verlängerte Hausburg per Kopf, Beyer spekulierte und überlupfte überlegt den Keeper zur erneuten KSV-Führung.

Nun antwortete Kritzmow mit wütenden Angriffen. Blödorn hatte den quirligen Angreifer Mohs in den Griff bekommen, Höniger und Gehrmann sicherten durch enormes Laufpensum die 6er Zone ab.

Insgesamt hielten die Mühlenstädter mit großem Einsatz und Kampf der spielerischen Überlegenheit der Gäste entgegen.

Es kam zu „tumultartigen“ Szenen im KSV-Strafraum, aber irgendwie war immer ein Bein eines KSV-Akteurs dazwischen bzw. Krieg war zur Stelle.

Glück hatte der KSV, das ein Handspiel im Strafraum nicht geahndet wurde.

Es ergaben sich zwar mehr und mehr Konter für die Kröpeliner, aber sie brachten nichts mehr ein. Den gefährlichsten schloss Wähnke mit einem Aussennetzschuss ab.

Nach insgesamt 93 Minuten pfiff der Unparteiische die Partie ab und die ersten 3 Punkte waren im „Sack“.

Es war das obligatorische Lehrgeld, was der Aufsteiger aus Kritzmow zahlte. Der KSV einfach kaltschnäuziger vor dem Kasten, nutze die 100%igen Chancen konsequent.

Aber Respekt an die Kritzmower, nicht nur als Team, sondern auch für die Spielstärke. Eine Bereicherung für die Liga und ein Platz im oberen Tabellendrittel wird im Bereich des Möglichen sein.

Natürlich noch mehr Respekt an mein Team, wie sie sich wieder als Einheit präsentierten und mit großem Engagement und Kampf die ersten 3 Punkte sicherten.

Der KSV mit: Krieg – Batke, Schümann, Schmnick (44. Blödorn), Gehrmann (90. Hermann), Höniger, Thielert, Beyer, Wähnke, Hausburg, Schulz (69. Rönnfeldt)

Torfolge:

1:0 Thielert (4. min / Wähnke)

1:1 Aul (23. min)

2:1 Beyer (60. min / Hausburg)

Schiedsrichter: Blumberg – Hameister, Olk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*