Geschrieben in der Kategorie Allgemein
Lang lang ist es her das der KSV auf dem Mulsower “Betzenberg” zu Gast war.
Nun war es mal wieder so weit und die Vorzeichen hätten unterschiedlicher
nicht sein können. Der Gastgeber als Aufsteiger sehr gut gestartet und mit
breiter Brust. Der Kröpeliner SV 47 dagegen mit deftigen Pleiten angereist.
Dennoch sollten sich intensive 95. Minuten auf dem “Berg” abspielen, wozu
alle Beteiligten beitragen sollten.
Der KSV taktisch etwas umgestellt. Der kurzfristige Ausfall von C. Diederich
musste kompensiert werden. Kapitän Hausburg lief trotz Bänderriss auf, um
dem Team so die nötige Ruhe zu geben- Hut ab vor solch einer Entscheidung.
Die ersten Minuten recht zerfahren. Rassige Zweikämpfe und ein großzügiger
Schiedsrichter Ulf Kuchel (Sievershagen). Mulsow zeigte sich beeindruckt von
der aggressiven Spielweise der Gäste, die keinen ball verloren geben
wollten. Nach 15. Minuten die erste Spielunterbrechung. C. Voß hatte sich
ohne gegnerische Einwirkung verletzt und musste vom Platz getragen werden
(Gute Besserung). Der MSV nun etwas verunsichert. Der KSV bissiger,
energischer, zielstrebiger. Die Gäste aus der Schusterstadt nicht
wiederzuerkennen. Von Verunsicherung keine Spur. immer wieder durch Lisker
und Hausburg angetrieben ging es Richtung MSV Tor. Hausburg mit dem ersten
“Riesen”nach Alleingang ..gescheitert…schade! Mulsow fiel in dieser Phase
nur durch Körperteile im Gesicht von Gegenspielern auf. Besonders Borrmann
zeigte alles andere als seine gute fußballerische Klasse.
In der 30. Minute war es dann so weit und kollektiver Jubel auf der
Gästebank hallte bis nach Neubukow, als Nils Petersen einen feinen Speilzug
über links abschloß. Mit seinem strammen Flachschuß liess er v. Fabeck keine
Abwehrchance. Dami nicht genug. Der KSV wie aufgedreht und Mulsow von der
Rolle. Leider schaltete sich SR Kuchel nun etwas mehr ins Spielgeschehen ein
und lag mit seinen Entscheidungen oft daneben, auch wenn es nur
Kleinigkeiten waren und irgendwie zu so einem Derby passen.
Der KSV davon unbeeindruckt, und als Marco Uchytil auf seiner rechten Seite
allen davon lief und butterweich auf Rönnfeldt flankte, jubelte der “Betze”
das zweite mal für den KSV. Von den gut 120 Zuschauern waren sich die 50
Gäste Fans zur Halbzeit sicher, “Die Jungs ziehen das”. Leider war da noch
nichts von der schweren Verletzung Petersens durchgedrungen, den sich der
junge Linksbeiner kurz vor dem Pausenpfiff zuzog. Nach einem “drüberhalten”
seines Gegenspielers (gab im übrigen Freistoß für Mulsow!) lautete die erste
Diagnose Mittelfußbruch!
Die Umstellung tat dem KSV nicht gut. Mulsow zeigte sich nun kämpferischer.
Der KSV zog sich etwas zurück und versuchte zu kontern. Nach 60 Minuten
wieder mal ein langer Ball des MSV und Paap verschätzte sich. Keeper
Namyslack verharrte auf der Linie und Nutzniesser der Aktion war Voß. 1:2,
Mulsow war dran!
Der KSV nun etwas verunsichert und als 5 Minuten später eine Flanke über
Rechts nicht unterbunden werden konnte, holte Godejahn den “Hammer” raus und
netzte zum 2:2 ein. Namyslack überrascht, wenngleich der Ball eher zentral
ging und nicht unhaltbar schien. Beide Teams nun mit offenem Visier. Die
Zeit der gelben Karten begann, wobei der KSV mal wieder fleissig bekam, und
Mulsow glimpflich davon kam.
Zum Ende der Partie schien Mulsow die Luft auszugehen, der KSV etwas
ängstlich, nicht auch noch diesen einen Punkt zu verlieren, sodass man sich
auf ein Remis einstellen konnte. Jedoch wurden die letzten 5 Minuten
nochmals turbulent und hektisch. Borrmann scheiterte jedoch. Als Namyslack,
gelb vorbelastet, wiederholt mit dem Schiedsrichter/assistenten lautstark
kommunizieren wollte, bekam er promt die Ampelkarte. Der KSV nun 1 Minute in
Unterzahl, spielte dies in Person von Aushilfskeeper Blödorn souverän
runter. Blödorn insgesamt der beste Mann auf dem Platz. Schaltete Borrmann
aus und brachte diesen zur Verzweiflung, anders sind einige Dinge nicht zu
erklären.
Am Ende ein leistungsgerechtes Remis, mit dem wohl beide leben können.
Müssen sie ja auch
.
KSV: Namyslack- Lenz, Paap, Möller, Lisker, Blödorn, Petersen (46.
Brüsehaver), Uchytil, Wähnke (75. Johannisson), Hausburg, Rönnfeldt (65.
Gehrmann.)
Zuschauer: 120 bei guten Rahmenbedingungen
Schiedsrichter: Kuchel (Sievershagen) nicht sein bester Tag, aber kann ja
auch mal passieren