Mai
Fr 15 2009
Kröpeliner SV – Sanitz/Gr. Lüsewitz

Geschrieben in der Kategorie C-Jugend

Fußball ist manchmal einfach nur brutal….

Zum 22. Spieltag der Saison empfingen die C-Jugend Spieler des Kröpeliner SV am Mittwoch den 13.5.09 die Mannschaft vom TSV Eintracht Sanitz/Groß Lüsewitz. Aus dem Hinspiel war noch eine Rechnung offen, unterlagen die Mühlenstädter mit 1:5 auf Grund großer Personalsorgen. Dieses Mal musste auf Musow und Cernota verzichtet werden und so spielte Tino Schweitzer in der Verteidigung. Er und Sasse sowie Joppeck sollten eine grandiose Partie machen. Ebenso wie die restlichen 8 Spieler zuzüglich den 4 Einwechslern.
Das es am Ende 4:2 stand, war der Brutalität des Fußballs geschuldet. Aber der Reihe nach.
Nach der sehr guten 2. Halbzeit gegen Neptun und der sehr guten Trainingsarbeit der Jungs ging man zuversichtlich in die Partie. Und die Mannen um Kapitän Hinrichs zeigten sofort, wer „Chef“ im heimischen Stadtholz ist. In den ersten 5 Minuten gab es 3 sehr gute Möglichkeiten. Diese wurden jedoch leichtfertig vergeben. Und so kam der Gast zu einer 1:0 Führung aus dem nichts. Aber die Truppe ist gefestigt, setzte weiter die Vorgaben des Trainergespanns um. Ein unermüdlich rackernder Säger setze ein ums andere mal die Stürmer Ahrens und Becker ein, aber insbesondere Becker erwischte einen rabenschwarzen Tag, ihm klebte das Pech an den Stiefeln. Auch Batke setzte ein ums andere mal seine gefährlichen Flankenläufe an. Die Bemühungen wurden leider noch nicht belohnt. Der Gast fand praktisch nicht statt und ließ ab und an Nicklichkeiten auf dem Platz durchblicken. Im C-Jugend Bereich für mich unverständlich, soll es doch bei allem Ehrgeiz um Spaß FÜR die Kinder gehen. Unbeeindruckt dessen setzten die Kröpeliner Jungs immer wieder nach und nach feiner Einzelleistung bediente Batke Säger mustergültig, der sein Versprechen gegenüber Co-Trainer Hausburg einhielt und die „Bude“ machte. 34. Minute. Zu einem besseren Zeitpunkt hätte das Tor nicht fallen können, aber gemessen an den Möglichkeiten wäre ein 3 oder 4:1 aber angemessen gewesen. Hätte wenn und aber zählt aber auf dem Platz nicht, sondern das Resultat. Lautstark „stauchte“ der Gästecoach seine Jungs in Halbzeit eins zusammen, ein Lob für die gute Leistung der KSV-Elf, denn die Trainer waren bis auf die Chancenverwertung vollends zufrieden.
In der zweiten Halbzeit machten die Mühlenkicker dort weiter, wie sie in Halbzeit eins aufhörten: Sie setzen den Gegner weiter unter Druck, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und zeigten sehenswerte Spielzüge. Die schlechte Chancenverwertung setzte sich aber fort und Befürchtungen, das könnte sich rächen, machten sich breit.
Aber dann kam Batke: Freistoß aus knapp 30 Metern. Hausburg von außen: „Franz, es ist die Neubukow-Entfernung“ (Traumtor in den Winkel/ die Red.) und Franzl knallt das Ding zum vielumjubelten 2:1 ein. Spiel gedreht und endlich der gerechte Lohn für den Aufwand.
Aber das Tor schien nun auch den Gast zu wecken. Es wurde ein ausgeglichenes Spiel. Angetrieben vom Trainer-Gespann Gehrmann/Hausburg erspielten sich aber immer noch die Kröpeliner die besseren Chancen, aber es kam auch das Pech dazu: Pressschläge gingen günstiger für die Gäste aus, Zweikämpfe wurden zum Nachteil des Heimteams ausgelegt oder aber der obligatorische „Schritt“ fehlte.
Auch zollten die Jungs nun langsam dem hohen Tempo insbesondere der ersten Halbzeit Tribut. Und so fiel nach einem eigentlich bereits geklärten Ball das 2:2.
Dieses Tor kündigte sich an und nun wurden die Kröpeliner unsicherer, ohne jedoch den Siegeswillen zu verlieren. Aber die Brutalität schlug nochmal zu: Eine abgerutschte Flanke landete über Brunk am Innenpfosten und es war logisch, das der Ball an diesem Tag ins Tor geht und nicht vom Pfosten zurück ins Feld spring.
Der Spielverlauf war auf dem Kopf gestellt. Nun hingen die Köpfe. Es waren noch 5 Minuten zu spielen und der KSV stellte um. Sasse in die Offensive, Rudat auf dem Liberoposten.
Diese Maßnahme war nach 30 Sekunden hinfällig, da der Gast nach einem individuellen Fehler das 2:4 erzielte. Die Messen waren nun natürlich gesungen und es war auch der Endstand. Die Ganze Brutalität des Fußballs mussten die jungen Spieler spüren, auch die Trainer waren sprachlos. Die Jungs machten ein Superspiel, vergaben halt nur die Chancen  und der Gegner hatte an diesem Tag das Glück „gepachtet“. Ich habe bisher nur Spiele der Rückrunde gesehen, aber neben der 2. Halbzeit von Neptun war das für mich spielerisch und kämpferisch bisher mit das Beste, was ich gesehen habe.
Auch aus diesem Spiel müssen wir das positive rausziehen und das war, das man gegen körperlich überlegene Gegner nicht nur mithalten kann, sondern sie bespielt.
Der Lernprozess in der ersten Großfeldsaison geht weiter und wird auch noch weiter andauern.
Wir können nur sagen, dass wir stolz auf das Team sind. 1. Männer-Spieler Christoph Diederich sah zum ersten Mal ein Spiel der C-Jugend und war sehr begeistert. Auch ihm tat die Niederlage leid, da sie sehr sehr unverdient war.

Der KSV mit: Brunk – Joppeck , Sasse, Schweitzer, Batke, Hinrichs, Petersen (62. Rudow), Trost (65. Morlen), Säger, Ahrens (70. Klockow), Becker (70. Becker)

Tore: 1:1 Säger (34.)
2:1 Batke (47.)

2 Kommentare »

2 Responses to “Kröpeliner SV – Sanitz/Gr. Lüsewitz”

  1. Batke ,Runa on 15 Mai 2009 at 13:54 #

    Ich bin erstaunt und freue mich darüber, wie schnell man einen guten Spielbericht schreiben kann, wenn man will. Danke Hausi

  2. Janek on 18 Mai 2009 at 20:10 #

    Trainerstimmen:

    Jan Gehrmann (Kröpeliner SV 47)

    Die erste Halbzeit ging klar an uns. Die Jungs spielten einen ganz starken Ball und gingen mit viel Einsatz und Elan in die Zweikämpfe. Fast ne perfekte erste Hälfte wäre da nicht der grausame Torabschluß gewesen.
    Zweite Hälfte ließen wir ein wenig nach und das Spiel wurde offener. Sanitz macht aus 5 “Chancen” 4 Tore und bestrafte so unsere wenigen Fehler brutal.

    Im Grunde sind die Jungs auf einem guten Weg und entwickeln sich ständig weiter. Das Sanitz oder Schwaan nun 10 oder sogar 14 Punkte besser sind habe ich in keinem der direkten Spiele gesehen (wenngleich ich ein Spiel unter der Woche, mit der Anreise und dem verbundenen Stress nicht als Maßstab nehmen will) Das wir solche Spielen denn auch durchziehen kommt denn mit der Zeit. Vielleicht ist nächstes Jahr ja mehr drinne als dieses zwischen Gut und Böse zurzeit.

    Torben Kiehlmann (TSV Eintracht Sanitz/ Groß Lüsewitz)

    Also ich glaube da wird mir mein gegenüber auch zustimmen, der Sieg war mehr als unverdient. Wir haben nach vorne gar nichts auf die Reihe bekommen und Kröpelin hat es mit Biss, Einsatz und Kampf immer wieder zu Chancen gebracht und ging verdient mit 2:1 in Führung, nachdem wir 0:1 geführt haben.
    Danach wollten wir nochmal und haben mit Marke Zufallsprodukt das 2:2 und das 2:3 erzielt. Das 2:4 war dann, meiner Meinung nach, weil Kröpelin sich aufgegeben hat. Lass mich aber gerne eines besseren belehren.

    Unser Spiel war echt schlecht, also das Sanitzer, Euer war hingegen zum Hinspiel sehr stark verbessert und ihr habt wirklich gut gespielt. Das wir nicht zufrieden waren hat man ja gehört oder ;-)

    Zum Schluss, noch großes Kompliment, hast dir da ne super Truppe zusammengebastelt, Respekt.

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